LESUNGEN in der „Destille“ in Düsseldorf

Eigentlich wollte ich auch eine meiner Kurzgeschichten vorlesen. Doch ich schaffte es zeitlich nicht. Zuhause in Köln kam ich etwas spät weg und in der Innenstadt in Düsseldorf kam ich in Staus. Ich kam daher erst zur Pause in der „Destille“ an. Etwa 12 Uhr. Leider zu spät, um selbst zu lesen. Daher habe ich mir die interessanten und gut gelesenen Vorträge von fünf Personen zu Gemüte geführt. Und einen Cappuccino. Die Atmosphäre war angenehm und die Kritik an den Lesenden gemäßigt, zum Teil aber auch überschwänglich und euphorisch.

Dann habe ich mir vorgenommen beim nächsten Termin (Samstag, 17.6.) bereits eine halbe Stunde vor Beginn, also um 10.30, da zu sein, um mich in die Liste der Lesenden einzutragen.

Wer mich sehen und hören will, ich werde dort sein! Und lesen.Destille

Leider verwackelt.

Etwas später kamen die Kommissare Hundertmacher und Sarkozy an. Ina besah sich den korpulenten älteren Herrn. Er machte einen seltsamen Eindruck. Einen übergroßen grauweißen Schnäuzer und fast bis zu den Schultern fallendes weißes Haar, seine Hose und der farblich nicht dazu passende Blazer sahen abgewetzt aus. Seine Hose und der nicht dazu passende Blauer sahen abgewetzt aus. Außerdem war die Hose viel zu kurz, so dass man einen Blick auf die unterschiedlich farbigen Socken werfen konnte. Die Schuhe glichen eher Pantoffeln als Straßenschuhen. Von weitem erkannte man trotz der ausgeweiteten, schlackernden Hose seine ausgeprägten X-Beine und, wenn er ging, seinen schleppenden Gang. Seriös sah das aber nicht aus, dachte Ina. Der war noch eine Steigerung von Columbo.